Um nach Namibia zu Reisen, nutzten wir den Grenzübergang Mata Mata. Dieser befindet sich innerhalb des Kgalagadi Transfrontier Park. Als wir in Südafrika unterwegs waren, fuhren wir in den Park über Twee Rivieren und verbrachten einige Tage im Park. Dann ging es weiter nach Namibia mit Schwerpunkt Sossusvlei und dem Fish River Canyon.

Die Besonderheit von Sossusvlei sind die vielen und sehr hohen Sanddünen, die sich um eine große Salzpfanne herum befinden. Die umgebenden orangefarbenen Dünen zählen mit bis zu über 380 Meter Höhenunterschied gegenüber der Pfanne zu den höchsten der Welt. Sossusvlei ist Bestandteil des Namib-Naukluft-Nationalparks. Auf der Fahrt dorthin waren wir so gut wie alleine. Unendliche Weite war zu bestaunen auf Schotterpisten. In Namibia gibt es kaum geteerte Straßen. Diese findet man lediglich vor den größeren Städten wie Windhoek oder Swakopmund. Auf der Fahrt nach Sossusvlei verbrachten wir eine Nacht auf einer Art Campingplatz. Das war wunderschön, da es dort auch einen Pool gab und eine „Garage“ für unser Zelt. Diese brauchten wir auch, da es Nachts sehr windig wurde.

An den Sanddünen angekommen, muss man auf einen der zahlreichen Jeeps umsteigen. Von dort aus wird man dann durch den tiefen Sand gefahren und kann mehrere Stunden im Sand verbringen. Wir machten das am Vormittag, was auch aufgrund der Hitze zu empfehlen ist. Vor allem, wenn man auf eine der Sanddünen aufsteigen möchte. Dies ist ein besonderes Erlebnis, da man die unendliche Sandwüste mit Ihrer Sandpfanne bestaunen kann. Als wir wieder von der Düne herunter gegangen sind, begegnete uns auch noch eine Oryxantilope. Erstaunlich, dass die Tiere in einer solchen Hitze und Trockenheit überleben können.

Danach ging es weiter zum Fish River Canyon, welcher der größte Canyon Afrikas ist und nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte der Welt. Wieder waren wir alleine auf den „Straßen“ Namibias unterwegs. Wir liebten die Einsamkeit und unendliche Weite des Landes. Das konnte auch eine Reifenpanne nicht ändern. Es war zwar nicht so einfach auf den unebenen Schotterpisten einen Reifen zu wechseln, jedoch mit Geduld und Zeit haben wir auch das gemeistert.

Der Fish River hat eine länge von 650 km und ist der längste Fluss Namibias. Es war wunderschön diesen zu sehen. Was wir allerdings in Namibia erlebt haben, ist, dass alleine die Anfahrt zu den Sehenswürdigkeiten schon ein Erlebnis war und sich sehr abenteuerlich anfühlte.