
Botswana – Take a walk on the wild side – Abenteuer ohne Zäune. Das ist das besondere an Botswana, dass die Nationalparks, bzw. die Camps nicht umzäunt sind. Daher gibt es zu jeder Zeit, die Chance nicht nur Tiere zu sehen, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes auf sie zu treffen. In den Wochen, in denen wir in Botswana unterwegs waren, hatten wir kaum Kontakt zu Menschen, dafür umso mehr mit Elefanten, Löwen, Hyänen, Zebras, Hippos und viele mehr. Botswana ist sehr speziell zu bereisen, vor allem, wenn man es individuell plant und durchführt. Auch wenn wir vorher die Camps gebucht haben, was notwendig ist, haben wir allerdings nie eine Bestätigung erhalten. In Maun z.B. sind wir dann ins Nationalpark Office gefahren, um nachzufragen, ob unsere Camps gebucht wurden. Dort schaute man uns eher verwundert an, und teilte uns mit „Natürlich wurden diese für sie gebucht“. Da mussten wir lächeln und freuten uns auf unser kommendes Abenteuer, dass fast ausschliesslich über Sandpisten verlief. In Botswana gibt es kaum geteerte Strecken. Diese befinden sich lediglich kurz und nach den wenigen Orten, die es in Botswana gibt. Ansonsten ist alles noch sehr naturbelassen mit einigen fahrerischen Herausforderungen.
Nach Botswana sind wir über den Kgalagadi Nationalpark in Südafrika gefahren. In der Nähe von Gharagab Wilderness Camp führte uns die Strecke durch das Kaa Gate. In Maun verbrachten wir vorerst unsere letzten Nächte in einem Bett und versorgten uns mit allem, was wir in der kommenden Zeit benötigen werden. Es gibt zwar in manchen Nationalparks, bei der Einfahrt einen kleinen Shop. In diesem bekommt man allerdings so gut wie gar nichts. Diese Shops dienen dafür, dass man Wasser und Holz nachkaufen kann. Viel mehr gibt es in diesen nicht. Also sei es gut überlegt, was man alles einkauft, bevor man sich auf den Weg in die einzelnen Nationalparks begibt.
Maun gilt als das Tor zum Okavango Delta und bei dieser Gelegenheit nutzten wir die Chance eine Rundfluges über das Okavango Delta. Zumindest über einen Teil davon.
Unsere erste „unfenced Night“ erlebten wir in der Southgate Campsite und wir waren mittendrin im Abenteuer. Unsere Campsite war gekennzeichnet mit einem kleinen Hinweisschild an einem Baum. Nicht immer einfach, diesen zu finden ;-). Sobald es dann dunkel wird, spürt man direkt wie das Adrenalin beginnt zu steigen. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, es ist aber immer und jeder Abend ein besonderer. Denn der Busch verändert sich am Abend zum Tage sehr.
Im Moremi Nationalpark, der zum Okavango Delta gehört, verbrachten wir mehrere Nächte. Der Name unseres Camps lautete, „Fourth Bridge“. Und das passte auch, denn wir mussten vier Holzbrücken überqueren, bis wir an an unserem Camp waren. Die Strassen, wenn man sie überhaupt so nennen möchte, waren zum Teil katastrophal und nicht ersichtlich. Die Herausforderung im Moremi ist es, sich nicht zu verfahren. Davon blieben wir glücklicherweise verschont, doch lernten wir einen Guide mit seiner Gruppe kennen, die sich verfahren hatten und den Weg zum Camp nicht mehr fanden. Daraufhin sind die Ranger rauszufahren um sie zu suchen. Irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit konnten sie gefunden werden und wurden ins Camp zurück begleitet. Dafür hatten wir allerdings einen Reifenschaden. Nicht nur diesen, sondern wir verloren bis auch eine Radmutter alle. Wir konnten diese hinter uns wieder einsammeln, da wir frühzeitig bemerkten wie das Hinterrad schwankt. Aufgrunddessen und weil wir eine Weile mit einem Platten fuhren, kam es zum Radlagerbruch, so dass wir ungewollt eine zusätzliche Nacht verbringen mussten, da es notwendig war, dass ein Mechaniker aus Maun kommen musste. Die Fahrt von Maun dauert ca. 5 Stunden und auf diesen mussten wir warten. Er wechselte dass Radlager und am kommenden Tag konnten wir unser Abenteuer fortsetzen.
Im Anschluss führte uns unsere Fahrt in die CKGR – Central Kalahari Game Reserve. Das war sehr speziell, da wir tagelang auf keine anderen Menschen trafen. Wir füllten uns in dieser besonderen Welt alleine. Die Camps liegen hier auch zum Teil Kilometer weit auseinander. Vorteil: Man hat sogar eine Toilette und Dusche…zumindest bei manchen Camps. Es war schön, dass wir hier gelegentlich keine Schaufel brauchten ;-). Wie die Toilette und Dusche aussieht, sehen Sie anhand der Bilder. Wasser gab es natürlich nicht. Das Wasser für die Dusche musste man selbst mitbringen um den Behälter zu befüllen. An diesem Abend konnten wir leider unser Südafrikanisches Fleisch, was wir in Maun mitbekommen haben, durch unsere Airbnb Gastgeber nicht geniessen. Als wir unser Camp erreicht haben, fingen wir an unseren Grillplatz zu präparieren. Kaum war das Fleisch auf dem Grill, hörten wir Löwen brüllen. Zunächst grillten wir weiter, doch als das Gebrüll lauter wurden, beschlossen wir, lieber das Grillen abzubrechen und uns in unsere Dachzelt zurück zu ziehen. Am nächsten Vormittag waren Löwenspuren an unserer Campsite und um den Grill herum. Wir denken, es war die richtige Entscheidung uns lieber ins Dachzelt zurück zuziehen. Am nächsten Abend und am nächsten Übernachtungsplatz war es etwas entspannter. Dafür lief dann ein Skorpion zwischen meinen Beinen hindurch, den wir dann aber „vertreiben“ konnten, indem wir ihn mit unsere Lampe entlang des Lichtstrahls führten und er somit davon lief. Das Gefühl, was wir jedoch immer hatten, war, alleine auf dieser Welt zu sein. Es war fantastisch.
Mabuasehube Area, bereits Teil des Kgalagadi Nationalparks war unsere letzte Station in Botswana. Von dort aus ging es dann zurück innerhalb des Kgalagadi Nationalparks nach Südafrika. An dieser Campsite hatten wir einen speziellen Besucher, der mit uns mehr oder weniger ein Spiel spielte. Ein Schakal, von dem wir ausgehen, dass er des öfteren gefüttert wird, positionierte sich in Lauerstellung an unserem Grillplatz. Natürlich wollte er ein Stück unseres Fleisches. Auch wenn er uns leid getan hat, unterstützen wir so etwas nicht und so mussten wir immer wieder auch etwas „Katz und Maus“ mit dem Schakal spielen. Es war eine interessante Erfahrung in unmittelbarer Nähe, teilweise bis auf drei Meter einen Schakal als Gast an seinem Campplatz zu haben.